
Wenn weniger mehr ist..
Wie du vielleicht letztens in meiner Story gesehen hast, war ich laufen. Frische Luft, Bewegung, einfach mal rauskommen – eigentlich genau das, was mir gut tut.
Und während ich so unterwegs war, kam ganz automatisch dieser Gedanke: „Danach häng ich noch ein Workout dran…“
Kennst du das? 😄
Dieses Gefühl, dass man eigentlich noch mehr machen könnte.
Dass da noch Luft nach oben ist.
Dass es „besser“ wäre, noch eins draufzulegen.
Früher war das für mich ganz normal. Ich hätte gar nicht groß darüber nachgedacht – ich hätte es einfach gemacht.
🌿 Der Moment, in dem ich anders entschieden habe
Aber diesmal war da noch etwas anderes.
Leiser.
Unaufgeregter.
Nicht so pushy wie der Kopf.
Mein Körper.
Ich habe gemerkt, wie müde ich eigentlich bin. Die Nächte sind gerade kurz, mein Alltag ist intensiv und mein System läuft einfach nicht auf 100%.
Und ganz ehrlich: Ich hätte mich trotzdem pushen können.
Ich hätte das Workout durchgezogen, mich vielleicht sogar danach „gut“ gefühlt – weil ich es geschafft habe.
Aber ich habe mich bewusst dagegen entschieden.
Ich habe mich hingesetzt.
Die Augen geschlossen.
Ein paar tiefe Atemzüge genommen.
Einfach für ein paar Minuten nichts gemacht.
Und genau das war das, was ich in diesem Moment gebraucht habe.
🧠 Körper oder Schweinehund?
Und genau hier wird es spannend.
Denn ich glaube, wir kennen alle diese Situationen, in denen wir uns fragen:
👉 Bin ich gerade einfach nur unmotiviert?
👉 Oder sagt mir mein Körper wirklich, dass ich eine Pause brauche?
Und die Antwort ist nicht immer sofort klar.
Der innere Schweinehund ist oft laut.
Er meldet sich schnell, blockiert uns am Anfang – aber verschwindet oft, sobald wir in Bewegung kommen.
Der Körper hingegen ist leiser.
Er spricht nicht in Gedanken, sondern in Empfindungen:
• anhaltende Müdigkeit
• fehlende Energie
• wenig Fokus
• das Gefühl, dass Regeneration gerade wichtiger wäre als Belastung
Und genau das ist etwas, das viele von uns verlernt haben zu unterscheiden.
🌿 Ayurveda: Dein Körper ist nicht jeden Tag gleich
Im Ayurveda ist dieser Gedanke ganz selbstverständlich.
Der Körper wird nicht als statisches System gesehen, das jeden Tag gleich funktioniert – sondern als etwas, das sich ständig verändert.
Je nach:
• Schlaf
• Stress
• Ernährung
• Lebensphase
• Jahreszeit
… braucht dein Körper etwas anderes.
Manchmal ist er bereit für Intensität. Manchmal braucht er Aufbau und manchmal einfach nur Ruhe.
Und genau darin liegt die eigentliche Intelligenz:
👉 nicht jeden Tag dasselbe durchzuziehen
👉 sondern zu spüren, was gerade wirklich sinnvoll ist
⚖️ Die Kunst liegt dazwischen
Das bedeutet übrigens nicht, dass wir immer nur auf unser Gefühl hören sollten und nie mehr trainieren 😄
Es geht nicht um „gar nichts tun“.
Und es geht auch nicht darum, jeden Widerstand sofort als Zeichen für Pause zu interpretieren.
Es geht um etwas anderes:
👉 eine Balance zwischen Disziplin und Körpergefühl
Zwischen:
• sich herausfordern
• und sich respektieren
Zwischen:
• wachsen
• und regenerieren
💛 Was ich aus diesem Moment mitgenommen habe
Diese eine Entscheidung – kein Workout zu machen, sondern zu pausieren – war vielleicht klein.
Aber sie hat mich wieder daran erinnert, worum es eigentlich geht.
Nicht darum, immer mehr zu machen.
Nicht darum, immer stärker zu sein als der eigene Körper.
Sondern darum, ihn zu verstehen.
Und vielleicht liegt genau darin der Schlüssel:
👉 nicht nur härter zu trainieren
👉 sondern klüger

